Donnerstag, 17. Dezember 2015

O Weisheit, hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten

O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten –

die Welt umspannst du von einem Ende zum anderen,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
o komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und Einsicht!


Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn läßt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht. (Jes. 11,1-3)
Mit dem 17. Dezember beginnt jene hohe Zeit vor dem Weihnachtsfest, an dem die Kirche ihre Stimme in den O-Antiphonen erhebt. Komm, heißt es von Tag zu Tag drängender, zögere nicht länger, befreie uns, die wir sitzen im Dunkel und im Schatten des Todes!


Die Zeit des Advents und die uralte messianische Anrufung O Weisheit erinnern daran, daß einer der Ehrentitel der Gottesmutter Sedes sapientiae lautet – Sitz der Weisheit. Buchstäblich hat sie dem eine Wohnstatt, einen Sitz geboten, der gekommen ist, die Menschheit zu erlösen, der noch ganz klein, verborgen und unerkannt ist. Durch die Botschaft des Engels geht er hervor aus dem Munde des Höchsten und wird Mensch.

Auf diesem Kind wird sich eben jener Geist des Herrn niederlassen, der auch der Geist der Weisheit ist. Daß der Prophet die Gottesfurcht zweimal erwähnt, indem er bedächtig wiederholt: Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht, hat vielleicht seine Ursache darin, daß sie der Anfang der Weisheit ist.

Aus dem Reis, der aus dem Baumstumpf Isias hervorwächst, wird einmal der Baum des Kreuzes, der Frucht bringt für alle Welt.

Dienstag, 17. November 2015

Me three! (viertes Bloggertreffen)

Ich weiß gar nicht, was alle mit dem Wetter haben…
der Hahn, der kein Wetterhahn, sondern ein Christussymbol
ist, hat mir gut gefallen.
Zum dritten Mal (von vieren) machte ich mich am Freitag zum Treffen katholischer Blogger auf, diesmal nach Essen, keine Stadt, die ich mit irgendeiner Art von Idylle verbunden hätte. Um so verwunderlicher war es, am Fuße einer solchen aus der S-Bahn zu steigen. Überraschend war, daß man in Essen grüßt, auch völlig Unbekannte, etwa, wenn man sich in der S-Bahn hinsetzt. Das müßte mir hierherum einmal passieren!

Bahnfahren liebe ich ja. Man sitzt da, guckt ins Weite und sieht schöne Dinge an sich vorüberziehen: Muh-Kühe, Schäfchen und Pferde, Riesenfelsen, Windmühlen mit Flügeln und Windmühlen ohne Flügel. Erstaunlicherweise fuhr mein Zug pünktlich und kam auch zur rechten Zeit an, weshalb ich erst einmal Zeit für einen längeren Spaziergang hatte, auf dem mich erstaunte Hirsche mit großen Augen beäugten.

(Auf der Rückfahrt habe ich dann ausprobiert, wie man bei möglichst häufigem Umsteigen unter Benutzung erstaunlich vieler Regionalzüge dennoch mehr als anderthalb Stunden früher in Berlin ankommt als mit der gebuchten ICE-Sparpreisverbindung zur nachtschlafenen Zeit. Das hat ganz ausgezeichnet geklappt, ich hatte sogar noch das Vergnügen, mit dem Nachtzug nach Interlaken vom Hauptbahnhof zum Südkreuz zu gondeln.)
Hier lang zum Bloggertreffen… (aber nein!)

Woher das Gefühl rührt, man erklärte uns bei Bloggertreffen zum wiederholten Male, wir verbrächten unsere Zeit vorwiegend damit, das was wir täten auf die falsche Weise zu tun, weiß ich auch nicht zu sagen, es mag, wie gesprächsweise erwähnt, an mir liegen, vielleicht aber auch nicht. So zerflossen für mich in Referat und Diskussion stellenweise irgendwie der – gerechte – Wunsch nach einer Sprache, die dem anderen seine Würde und seine Katholizität läßt, viel zu sehr mit dem, anderen einen bestimmten Duktus oder auch die Wahl ihrer Themen oder Inhalte nahelegen zu wollen. Vielleicht nehme ich aber auch wieder einmal alles viel zu ernst. Selbst hatte ich mich ja auch schon darüber ausgelassen, daß es schön wäre, man wählte seine Worte so, daß nicht andere an der Kirche Gottes irre würden.

Natürlich interessiert es im Blick auf die Weltkirche und vor dem Auge der Ewigkeit sowieso kaum jemanden, wie es mir in einer bestimmten Heiligen Messe ergangen ist. Und natürlich ändert der Satz, den ich darüber verloren habe, auch nichts. Obwohl: manchmal tragen solche Niederschriften, zumal sich dieser Blog ja auch an der Struktur des Kirchenjahres orientiert, dazu bei, Dinge irgendwann dann doch dauerhaft zu verinnerlichen, um im nächsten Jahr nicht unversehens an derselben gefühlsmäßigen Haltestelle herauszukommen. Im Ernst: worauf ich hinauswollte, war eigentlich: diese Messe mit all ihren Gnaden oder auch Nichtgnaden war an jenem Abend ein Mosaiksteinchen meiner Lebenswirklichkeit. Über die zu bloggen – und nicht über irgendein Abstraktum – war ja mein Anliegen.

Du führst mich hinaus ins Weite…
Hier zog es mich – neben Kirche und Kapelle – immer wieder
hin, denn ohne vernünftigen Espresso lebe ich nicht,
ich existiere nur. Man beachte die Stelle aus Jesaja über dem Automaten:
Auf ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser. Auch wer kein Geld hat, soll kommen!
Mir wurde auf der Stelle ganz österlich zumute.
Die Kirche mit posaunenblasenden Engeln (des jüngsten Gerichts?) 

das sah dann schon eher nach „stürmischen Tagen" aus
etwas zu essen am Wegesrande
Auch gabs einen Kreuzgang mit noch blühenden Rosen drin.
Mit der rechten Kombination aus Stundenbuch und Capuccino
paradiesisch zu nennen.


Jemand hat einmal gesagt, die Feste des Kirchenjahres seien herrlich, weil man sie in jedem Jahr von einer anderen Höhe aus betrachte. Eine andere Höhe, wohlgemerkt, nicht eine größere. Ich stelle mir das immer ein wenig vor wie bei den Greifvögeln am Himmel, die ihre Kreise ziehen. So ein Adler mag schon einmal etwas an Höhe verlieren, um sich das eine oder andere näher zu betrachten.

Es nutzt meiner Ansicht nach nicht viel, auf schreibende Menschen einzuwirken, sie möchten die Art ihrer Themenwahl überdenken, weil sich in China oder Afrika die Menschen für ganz andere Dinge interessierten. Mag sein, sie (die Autoren) aber interessieren sich hier und jetzt dafür, deshalb schreiben sie darüber.

Sonntag, 1. November 2015

Allhallowtide

Also, besser als hier kann ich es in diesem Jahr auch nicht sagen. Insofern hab ich mich gestern über umherziehende Kinder, einen gabensammelnden weißen Hund(!) und eine Frau gefreut, die mir freundlich mit dem Rosenkranz zuwinkte, die sie um den Hals trug.

Wer, wenn nicht wir Katholiken, hätte ein Recht, (auch) Halloween zu feiern? - immer vorausgesetzt, er läßt dem All hallows' eve auch noch das Begängnis des Allerheiligenfestes und des Gedächtnisses Allerseelen folgen. Das Englische hat für diese Tage den schönen Begriff Allhallowtide geprägt (Tide ist hier ein altertümlicher Ausdruck für Zeit, der so auch noch im Niederdeutschen erscheint). Jedenfalls schön zu wissen, daß es im Kirchenjahr eine Allerheiligenzeit gibt, wenngleich wir uns mit der triumphierenden und der leidenden Kirche im Hochgebet jeder Heiligen Messe verbunden wissen. Besonders gefällt mir jene Abbildung über die Gnaden der Heiligen Messe, die diese schöne Verbindung, auch mit den armen Seelen, zum Ausdruck bringt.

Vielleicht denkt ja im nächsten Jahr auch der eine oder andere, der Allerheiligen eine Vorabendmesse feiert, daran, daß es die Vorabendmesse von Alllerheiligen ist und sie schon daher nicht notwendigerweise genauso brotig-nüchtern und ohne irgendeinen besonderen Segen oder Gesang daherkommen muß wie „irgendeine“ andere Messe im Kirchenjahr? Allerheiligen ist, wie (ad nauseaum?) bemerkt, eines der schönsten und lichtvollsten Feste, die wir überhaupt haben. Grund für mich jedenfalls, nächstes Jahr die Vorabendmesse von Allerheiligen ministrierenderweise zu meiden. Mich dauerte halt die Messe am Vorabend eines Hochfestes ohne auch nur einen Meßdiener. Immer wieder einmal wundert mich, daß die Kirche heuer oft so wenig aus dem macht, was ihr anvertraut ist, fast, als wenn sie es herunterspielen möchte. Meiner bescheidenen Meinung nach suchen die, die in die Kirche kommen, das Mysterium und die Schönheit des Gottesdienstes, weshalb mir lästerlicherweise zwischendurch in den Sinn kam: und da wundern sie sich, wenn die Gottesdienste leerer werden, während anderswo, etwa in St. Afra, die Bude voll ist (letztere Feststellung hatte unmittelbar vor selbigem Gottesdienst noch jemand getroffen).

Am Freitagnachmittag hingegen war mir Allerseelen besonders nah, da hab ich vor dem Fernseher gesessen und geweint, weil sich herausgestellt hat, daß der kleine Elias, nachdem man so lange und verzweifelt gesucht hat, tot ist, ermordet und weggeworfen wie Abfall. Mir kam Hiob in den Sinn, eine der Lesungen in den drei Messen des Gedächtnisses Allerseelen:
Daß doch meine Worte geschrieben würden, in einer Inschrift eingegraben mit eisernem Griffel und mit Blei, für immer gehauen in den Fels. Doch ich, ich weiß: mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub. Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen. Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust. (Hiob 19, 23-27)

(Ein Kraut-und-Rüben-Beitrag, wie ich beim nachträglichen Durchlesen merke, aber so ist das Leben.)

Freitag, 16. Oktober 2015

Spindlers Fabrik

Gerüchtehalber sollte man am abgebildeten Ort ganz wundervolle Fotos machen können, was sich im Sommer bei mehreren Gelegenheiten auch prompt als wahr erwiesen hat. Nicht erst bei dem Anlaß, bei dem diese Fotos entstanden, habe ich mich gefragt, was mögen das wohl für Leute sein, die eine Wohnung kaufen, bevor sie überhaupt existiert? Das Projekt, vollmundig als „Wasserstadt“ angekündigt, hätte eigentlich in diesem Jahr fertig sein sollen, stattdessen sprießen dort weiterhin Bäume aus dem Dach. Seht meine Werke, ihr Mächtigen, und verzweifelt!

Was man von der Bausubstanz der alten Spindlerschen Fabrik getrost noch hätte retten können, hat man in vielen vergangenen Jahren unnütz verkommen lassen: mehrmals hat es gebrannt, im letzten Jahr waren noch alte Fenster drin, auch noch vorhandene Fliesenböden sind wohl hin. Nun hält die Baustelle eine weitere Winterruhe − die Vermarktungsgesellschaft in spe verbitterts, die Spindlersfelder freut es. Zumal der Bezirk Treptow-Köpenick vor einiger Zeit eingeräumt hat, auf die Gestaltung der Baupläne aus irgendeinem Grunde letztlich kaum noch Einfluß zu haben: entschieden die Bauherren sich sich, das Gelände neben der eigentlichen alten Fabrik kleinteilig oder auch potthäßlich zu bebauen, muß offenbar auch das hingenommen werden.Warum eigentlich?

am Uferweg
Der wundervolle Uferweg, eine herrliche Verbindung aus wildwuchernder Natur und dem Charme alter Eisengitter im Stile der 60er Jahre, wird jedenfalls dahin sein. Immerhin bleibt er, wie gerade gestern verlautbart wurde − eine Mitteilung, die ich als ausgesprochen arrogant empfunden habe −, „weiterhin für die Allgemeinheit zugänglich“. Vielen Dank auch! Etwas, das der Allgemeinheit gehört, da der Schwager Spindlers, Albert Mentzel, weiland den Park seiner Villa der Stadt stiftete, bleibt auch weiterhin für sie zugänglich. Die Spindlersfelder, deren Ortslage von dieser Fabrik (oder ihrem Errichter, Wilhelm Spindler) ihren Namen hat, wären gut beraten, sich die bis jetzt noch nicht vorgelegten oder gar bewilligten Baupläne bei der Auslage dann genau anzusehen und womöglich Widerspruch einzulegen. Geld ist nicht alles (und bezahlbarer Wohnraum für dich und mich entsteht dort eh nicht, da braucht man sich nichts vorzumachen).

Natürlich kann man nicht jedes Stück Brachland zum Denkmal erklären (auch wenn es das eigentlich schon ist). Bei so manchem Geschenk, das sich aus der Verbindung von Politik und Natur ergab, fragt man sich aber doch, warum kann das nun nicht so bleiben oder vielmehr: muß das denn nun unbedingt zerstört werden? Hier nistet die Fledermaus, hier gibt es geschützte Wasservögel wie den Kormoran. Es gibt bereits einen Plan, der vorsieht, welche Bäume des entzückend verwilderten Ufers gefällt werden, um Platz für etwa 200 Bootsanlegeplätze zu machen. Die braucht man ja unbedingt. Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Kormoran vertrieben, der letzte Wohnturm und die letzte Marina ans Ufer geknallt sind, werdet ihr merken, daß ihr etwas Unwiederbringliches zerstört habt.






Der herzloserweise ausgesetzte Stuhl Nr. 161
(wo mögen wohl seine 160 kleineren Brüder sein?)
hat bei dieser Gelegenheit übrigens
ein gutes neues Zuhause gefunden.

Mittwoch, 30. September 2015

Ein Abend in Verblödistan

Wenn ich schon mal ein paar Tage so gut wie nicht online bin, verpasse ich prompt solche Schmankerln wie den Versuch Reinhard Kardinal Marxens, eine Hypothese darüber aufstellen zu wollen, daß etwas, das er eigentlich gar nicht kenne, jedenfalls zur (fortschreitenden?) Verblödung führe.

Zugegebenermaßen habe ich in diesem Jahr noch kaum gebloggt (dazu später mehr). Ob das jetzt Zeichen fortschreitender Verblödung oder beginnender Genesung ist, lasse ich dahingestellt. Spaß beiseite – ich fühle mich eigentlich gar nicht angesprochen, kann aber nichtsdestotrotz diejenigen verstehen, die über ein solches Statement – des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz immerhin, bitteschön! – verärgert sind. Für ein blödes Geschwätz, wie der Schwabe sagen würde – wenn er nicht gleich sagt, laß ihn doch schwätzen! -, erfährt die Äußerung des Herrn Kardinals allerdings wahrscheinlich bei weitem zuviel Beachtung. Dank erwartet als Blogger, ob in der katholischen Kirche oder anderswo, wohl keiner – auch hat wohl keiner damit angefangen, damit man ihm dankt –, Beschimpfungen allerdings auch nicht.

Blöde, um im Bild zu bleiben, ist es, sich markig und mit Bestimmtheit zu Dingen zu äußern, wenn man einen Blog nicht von einem Milchkrug unterscheiden kann. Noch blöder ist es allenfalls, sich aus höchst durchsichtigen Gründen und geradezu mit Schadenfreude auf ein solch unqualifiziertes Statement des Herrn Kardinals zu stürzen. Ob beides auch zur dauerhaften Verblödung führen muß, vermag ich nicht zu sagen, ich möchte es auch gar nicht. Ich möchte mit Liebe und Achtung an unsere Oberhirten denken können, eben weil sie unsere Oberhirten sind. Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach! heißt es im Hebräerbrief. Der Apostel läßt diesem Satz unmittelbar die Worte folgen: Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Also, mir genügt das.

Mittwoch, 26. August 2015

Schöner klicken mit KNAPPA (Shopping at iKEA as a martial art 2)

Wenn man einmal Spaß haben möchte, begebe man sich zuerst zu iKEA, arbeite sich dort ausnahmsweise durch die Möbelausstellung und anderthalbmal durch die Markthalle, ohne das gesuchte Abtropfgestell auch nur im mindesten zu finden. Dabei soll es laut Abfrage im Internet vor Ort gleich 27mal vorhanden sein. Der retirierende Mitarbeiter in der Markthalle – übrigens: warum verhalten sich Mitarbeiter in iKEAs Markthalle eigentlich immer wie das Gespenst von Canterville? Es fehlt nur noch, daß sie heulen und mit Ketten rasseln – sagt, das gibts möglicherweise nur oben in der Möbelausstellung. Die Möbelausstellung wiederum schweigt sich darüber aus, wo es das Teil zu finden ist. Nochmal suche ich es jedenfalls nicht.

Dann kaufe man die Lampe, die man immer schon kaufen will, weil sie einem jedesmal gefällt (sie sieht aus wie eine übergroße, umgekehrte Blüte), warte am Südkreuz gottergeben darauf, ob nicht doch irgendwann eine S-Bahn Richtung Heimat kommen wird, und setze sich zu Hause mit dem Puzzle hin. Inzwischen ist das Licht wundervoll gewittrig geworden.

Darauf, daß die Lampe als Puzzle daherkommen würde, das entfernt an ein Raumschiff erinnert, war ich ob der Größe und Form der Packung schon vorbereitet, auch darf man beim Zusammenbau ganz oft Click! [sic!] machen. Click! ist ein so schön sattes Geräusch und gibt einem ein gutes Gefühl. Das Zusammenbauen machte (deswegen?) viel Spaß und ging auch unerwartet schnell, im Prinzip muß man nur einmal heraushaben, wie herum man die „Blätter“ beim Einsetzen halten muß.

der Bausatz
Wir bauen uns ein Raumschiff: hier ist es wichtig,
oben von unten und schmäler von breiter zu unterscheiden
so werden die Blätter übereinander montiert. Click!

Mittendrin habe ich allerdings auf einmal bemerkt, daß die Blätter zwei verschiedene Seiten haben, eine matte und eine etwas glänzendere, und der Karton anscheinend nicht so gepackt wurde, daß die alle auf dieselbe Seite zu liegen kamen. (Alternativ habe ich manche doch in Händen umgedreht, wer vermag das später noch zu sagen?) Wahrscheinlich ließ sich genau dieses Problem auf einer Bauanleitung, die ohne ein einziges Wort auskommt, nicht darstellen. So mußte ich einige Blätter wieder herausnehmen und in die andere Richtung biegen, weil ich tatsächlich drei mit der glänzenden Seite nach außen verbaut hatte, zweimal unten und einmal mitten in einer Reihe, weshalb ich auch die darüberliegenden Blätter noch einmal lösen mußte. Dieser Lapsus mag dem Dämmerlicht geschuldet sein, ohne ihn wäre ich jedenfalls noch viel schneller fertiggeworden. Einen weniger perfektionistisch veranlagten Menschen hätte es womöglich gar nicht gestört, zumal die Lampe an der Decke hängt, ich aber hätte wahrscheinlich dauernd auf die drei Blätter geguckt, die verkehrtherum sitzen. Immerhin weiß ich jetzt, daß sich die Lampe auch wieder auseinanderbauen ließe, falls man sie einmal nicht nur abstauben möchte, ohne daß die Blätter gleich einen Knick haben.

Mittendrin: leider schlafen mir zwischendurch immer wieder
die Füße ein, ich hätte mir besser das Gebetsbänkchen dazu genommen.
Warum nur hab ich mich nicht gleich an den Küchentisch gesetzt?)
das ist die „glänzige“ Seite, also die, die nicht nach oben gehört (aha!)

Übrigens, liebes iKEA, nach vollbrachter Tat: ich bin überzeugt, daß man von diesen Lampen noch viel mehr verkaufen könnte, wenn das Modell in der Markthalle etwas akkurater montiert wäre und vielleicht gelegentlich auch mal gereinigt würde. Ich meine, man muß die Ehrlichkeit nicht so weit treiben, daß man die Aufmerksamkeit der Leute beim Verkauf aktiv darauf hinlenkt, daß sie im Begriff sind, einen Staubfänger zu erwerben. Nur so als Idee.

Nun hängt die Lampe und sieht wunderschön aus. Oben übrigens die Endform, die mir vorschwebt, mit embossiertem Papier über den Blütenblättern; für die Löcher bräuchte man allerdings wohl vor allem auch noch eine Lochzange.

Montag, 24. August 2015

Wonderful, just wonderful!

Ich glaub, da gehts um die eine oder andere meiner neuen Nachbarinnen…
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